Wohngebäudeversicherung 2018 steuerlich absetzbar

Zur Absicherung von Wohneigentum oder gewerblich genutzten Gebäuden brauchen Immobilienbesitzer eine Wohngebäudeversicherung. Diese kommt für Schäden auf, die durch Sturm, Hagel, Feuer und Wasser am Haus entstehen. Die Beiträge für eine Gebäudeversicherung gehen weit auseinander, was nicht nur an der Tarifpolitik der Versicherer liegt, sondern sich nach weiteren Faktoren richtet. Zusätzlich haben Sie hier die Möglichkeit einen passenden Versicherungsschutz zu finden, da die meisten Verträge nicht für alle Schäden aufkommen. Das gilt in erster Linie bei Naturkatastrophen, die nicht Bestandteil einer Gebäudeversicherung sind

Profitieren Sie von den günstigen Online-Konditionen und erhalten eine bedarfsgerechte Absicherung, die individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. 

Wohngebäudeversicherung 2018 steuerlich absetzbar: nicht bei Privateigentum

2016 steuerlich absetzbar

Handelt es sich um ein Eigenheim, welches als Wohnraum selbst genutzt wird, kann der Hauseigentümer die Wohngebäudeversicherung hierfür in seiner Einkommensteuererklärung nicht steuerlich geltend machen. Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass zwar Vorsorgeaufwendungen und Beiträge zur Personenversicherung abgesetzt werden können, nicht jedoch die Absicherung des eigenen Vermögens durch eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung. Hie geht es weiter zum Thema Hausratversicherung.

Jetzt vergleichen

Einteilung in Gefahrenzonen

In der Gefahrenzone 4 ist die Wahrscheinlichkeit eines Hochwasserschadens sehr hoch, weshalb der Versicherungsbeitrag hier wesentlich höher ausfällt als für einen Eigenheimbesitzer, der in der Gefahrenzone 1 lebt. Neben der Gefahrenzone spielen auch Baujahr und die Bauartklasse des zu versichernden Gebäudes eine Rolle bei der Berechnung der Beitragshöhe.

Basisschutz erweiterbar

Darüber hinaus haben Immobilienbesitzer je nach Wohnlage die Option, neben dem Basistarif einen erweiterten Versicherungsschutz für Elementarschäden abzuschließen, was den jährlichen Gesamtbeitrag etwa doppelt so hoch ausfallen lässt. Zu den versicherten Elementarschäden zählen Hochwasser und Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch und Erdfall sowie Lawinen und Schneedruck. Der Elementarschadentarif ist nur als Komplettpaket abschließbar, unabhängig vom Standort des Gebäudes.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht ist absetzbar

Privateigentümer können lediglich die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht im Zuge der Einkommensteuererklärung absetzen. In den meisten Fällen ist diese Versicherung jedoch nicht mehr Bestandteil der Wohngebäudeversicherung, sondern ist der privaten Haftpflichtversicherung zugeordnet oder als eigenständige Versicherung abschließbar. Erfahren Sie auch alles rund um das Thema Wohngebäudeversicherung Anpassungsfaktor.

Absetzbarkeit bei Vermietung

Auch im Falle einer Vermietung kann die Wohngebäudeversicherung nicht steuerlich abgesetzt werden. Der Vermieter hat jedoch das Recht, die Beiträge für die Gebäudeversicherung auf die Mieter umzulegen und damit auf Umwegen seine Kosten zu senken. Die Beiträge werden in dem Fall unter dem Posten Betriebskosten aufgeführt. Als Berechnungsgrundlage für die Gebäudeversicherung gilt die Quadratmeterzahl der vermieteten Wohnung. Auch die Altersvorsorge darf nicht vernachlässigt werden.

Absetzbar ist nur die Rohbau-Feuerversicherung

Wird eine Immobilie zum Zweck von Vermietung und Verpachtung gebaut, besteht für den Bauherrn die Möglichkeit, die sogenannte Rohbau-Feuerversicherung steuerlich geltend zu machen. Allerdings muss der Bauherr glaubhaft darlegen, dass der Bau der Immobilie tatsächlich der Vermietung und Verpachtung dient. Die Rohbau-Feuerversicherung wird nach Beendigung der Bauphase durch die Wohngebäudeversicherung abgelöst.

Betriebsausgabe von Unternehmen in 2017

Unternehmer, die für ihre Immobilien eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben, dürfen die Beiträge hier für als Betriebausgabe angeben, da die Versicherung zu den Nebenkosten der Immobilie zählt. Über den Weg der Einnahme-Überschuss-Rechnung oder der Bilanzierung wirkt sich die Gebäudeversicherung damit steuermindernd für das Unternehmen aus.

Berücksichtigung bei gewerblich genutzten Räumen der Privatwohnung

Übt ein Selbständiger seine Tätigkeit im häuslichen Büro aus oder nutzt einen Teil seiner privat genutzten Immobilie als Lagerraum, können die Beiträge für die Wohngebäudeversicherung anteilmäßig als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Eine Steuerminderung für das häusliche Arbeitszimmer ist jedoch nur gegeben, wenn das zuständige Finanzamt dieses als solches anerkennt.

Errechnung der anteilmäßigen Betriebsausgaben für das Arbeitszimmer

Zu den absetzbaren Kosten für das häusliche Arbeitzimmer zählen neben der Wohngebäudeversicherung die Kosten für die Finanzierung der Immobilie (Tilgung sowie Zinsen), Nebenkosten wie Müllabfuhr, Wasser, Strom, Heizung, Schornsteinfegergebühren, Renovierungen und noch einiges mehr. Die Gesamtkosten werden mit folgender Formel auf das Arbeitzimmer umgerechnet: Quadratmeter Arbeitszimmer x 100 : Gesamt-Quadratmeterzahl des Gebäudes. Hier können weitere Informationen zum Thema Betriebshaftpflicht eingesehen werden.

Policen im Test 2017

In regelmäßigem Abständen untersucht die Stiftung Warentest die Tarife von Versicherungen. Im Jahr 2011 wurden zuletzt die Wohngebäudeversicherungen beleuchtet. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Zeitschrift Finanztest in der Ausgabe vom August 2011. Insgesamt stellte die Stiftung fest, dass Versicherungsnehmer durch geschickte Tarifwahl pro Jahr mit einer Ersparnis von rund 500 Euro rechnen können.

Kriterien der Überprüfung

Für den Test wurde ein Einfamilienhaus inklusive Keller und ausgebautem Dachgeschoss zugrunde gelegt. Als Baujahr nannten die Tester das Jahr 1985. Versichert werden sollte das allein stehende Haus mit einer Wohnfläche von 134 Quadratmetern plus Garage. Als weiteres Kriterium für die Versicherung wurde die Bauartklasse I angegeben. Getestet wurden insgesamt 245 Versicherungspolicen, wobei allein 125 davon spezielle Tarife für den öffentlichen Dienst waren.

Testsieger auch in 2017 vorhanden

Als Testsieger für alle Immobilienbesitzer nannte die Stiftung Warentest insgesamt fünf Anbieter. Am günstigsten Standort zahlen Eigentümer für den Tarif „Alternativ“ der AXA 198 Euro jährlich, der Tarif „Schutz 45“ der Grundeigentümer kostet pro Jahr 184 Euro, bei der Häger-Versicherung zahlen Versicherte 213 Euro für den Basis-Tarif, der Basis-Tarif der Helvetia ist mit 180 Euro der günstigste, von der Medien schnitten gleich zwei Tarife gut ab: der Tarif „Standard“ mit 199 Euro jährlich sowie der Tarif Komfort“ mit zahlreichen Zusatzleistungen mit 218 Euro jährlich.

Jetzt vergleichen
Beste Versicherer für den öffentlichen Dienst

Bei den Versicherungen für den öffentlichen Dienst war die Medien Versicherungs a.G. mit ihrem Standard-Tarif zum Jahresbeitrag von 199 Euro der teuerste Tarif. Die Grundeigentümer bot ihre Schutz 45-Police für 184 Euro jährlich an. Noch deutlich günstiger waren die DBV mit ihrem Tarif „Alternativ“ (168 Euro), die Helvetia mit ihrem Tarif Basis Fest ÖF (166 Euro), die Huk-Coburg mit ihrer Basis-Versicherung für 160 Euro jährlich. Klarer Preissieger war die Huk24 mit ihrem Tarif Basis ÖD mit einem Jahresbeitrag von 145 Euro.

Zusatzleistungen 2017 genau prüfen

Eigenheimbesitzer, die neben den standardmäßig versicherten Schäden durch Sturm, Hagel, Leitungswasser und Feuer weiteren Schutz möchten, sollten die Zusatzleistungen der einzelnen Tarife genau prüfen. Ob und welche Zusatzleistungen tatsächlich nötig sind, hängt maßgeblich auch von dem Standort des zu versichernden Gebäudes ab. Manche Leistungen sind schlicht überflüssig und machen die Versicherung unnötig teuer.

Sinnvolle Zusatzleistungen

Wirklich zweckmäßig als zusätzliche Leistungen können zum Beispiel die Kosten für Aufräumarbeiten sein oder solche, die im Falle eines Wiederaufbaus durch behördliche Auflagen entstehen würden. Ist die Gefahr einer Bodenverseuchung gegeben, kann auch diese Leistung den Versicherungsschutz sinnvoll vervollständigen. Je nach Wohngebiet (im Gebirge, am Wasser, in windexponierten Lagen) kann sich ein zusätzlicher Tarif gegen Elementarschäden als existenziell wichtig erweisen.

Elementarschäden nicht differenzierbar

Immobilienbesitzer, die im Gebirge wohnen, benötigen keine Absicherung gegen Hochwasser oder Überschwemmungen, sehr wohl aber gegen Lawinen und Schneedruck. Jedoch kann der Beitragstarif für die Elementarschadenversicherung nicht differenziert werden, er ist nur als Gesamttarif erhältlich. Rein rechnerisch würde eine Stückelung der einzelnen Bestandteile der Versicherung aber kaum ins Gewicht fallen.

Durch Anbietervergleich sparen

Bei der Wohngebäudeversicherung zeigt sich einmal wieder: Vergleichen lohnt sich. Wer den Neubau oder den Erwerb einer Immobilie plant, kommt meist nicht ohne Finanzierung aus. Die Kreditinstitute verlangen bei Abschluss eines Darlehensvertrages gleichzeitig den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung. Gern wird dafür ein Tarif aus dem eigenen Haus angeboten. Dieses Angebot sollten Kreditnehmer jedoch nur annehmen, wenn sich bei einem Vergleich kein günstigerer Anbieter gefunden hat.

Wohngebäudeversicherung 2017 steuerlich absetzbar

Die Wohngebäudeversicherung macht für alle Hausbesitzer Sinn. Neben dem großen Versicherungsschutz, kann ein Großteil der Kosten bei der Steuererklärung eingereicht werden. Auch Selbstständige können diesen Vorteil nutzen, doch müssen sie dafür einige Bedingungen erfüllen. Laut den Test der Stiftung Warentest sollten Versicherungsnehmer die Angebote der Versicherungen vergleichen. Denn die Leistungen und die Gestaltung der Prämien können sehr unterschiedlich ausfallen.

Jetzt vergleichen