Wohngebäudeversicherung Anpassungsfaktor 2017

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum in Ihrer Gebäudeversicherung der Begriff Versicherungssumme 1914 auftaucht. Von diesem Basiswert legen die meisten Versicherer den Wert des Hauses sowie die zu zahlende Versicherungsprämie für Ihr Gebäude fest. Natürlich ist das nur ein fiktiver Gebäudeversicherungswert, der für die Berechnung des Gebäudeneuwertes eine Grundlage ist. Als zweite Komponente für die Prämie ist der Baupreisindex wichtig. Vom 01.Januar 2017 an gelten neue Werte für diesen Index.

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Neuwertfaktor der Wohngebäudeversicherung 2017

Wohngebäudeversicherung Anpassungsfaktor

Im Zusammenhang mit dem Baupreisindex stehen auch Anpassungsfaktor und gleitender Neuwert. Mit dem Index, der sich fast jährlich ändert, wird die Versicherungssumme 1914 für alle Neubauten errechnet. Doch in welcher Höhe liegt der Index 2015 und wie sah es in den letzten Jahren aus? In unserer kleinen und übersichtlichen Tabelle erhalten Sie einen guten Überblick über die Werte, die vom Statistischen Bundesamt vom Jahre 2010 bis heute errechnet und festgesetzt wurden.

  • Jahr- Mittlerer Baupreisindex
  • 2010-1200
  • 2011-1233
  • 2012-1263
  • 2013-1263
  • 2014-1290,2
  • 2015-1310,3
  • 2016-1330,7(Index für Neubauten)
  • 2017- ?
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Ermittlung der Versicherungssumme 2017

Nun ist es natürlich interessant zu wissen, wie genau die Versicherungssumme für das Jahr 1914 ermittelt wird. Wird beispielsweise im Jahre 2015 ein Haus mit einem Wert von 200000 Euro fertiggestellt, dann ergibt sich die folgende Formel:

  • – 200000/(1310,3(Index) x 100) = 15263,68 Mark Versicherungssumme damals

Das Haus hätte sozusagen damals 15263,68 Goldmark gekostet. Für bestehende Gebäude wird der mittlere Index herangezogen, um die Versicherungssumme für den Versicherungsvertrag zu ermitteln.

Der gleitende Neuwertfaktor für Gebäude

Haben Sie sich Ihre Versicherungspolice der Gebäudeversicherung einmal angeschaut? Hier wird im Normalfall auch gleitender Neuwert erwähnt. Aber was hat es mit diesem Faktor auf sich? Und zwar liegt der Neuwertfaktor laut den Versicherungsbedingungen bei 16,9. Durch diesen Faktor wird im Prinzip jedes Jahr der Neubauwert eines Gebäudes festgelegt und die aktuelle Versicherungssumme angepasst. Mit diesem Faktor sind Sie auf der sicheren Seite und brauchen keine Angst vor einer Unterversicherung zu haben.

Anpassungsfaktor für Prämie verantwortlich

Auch der Anpassungsfaktor spielt eine wichtige Rolle. Er liegt aktuell bei einem Wert von 16,74. Um nun die Versicherungsprämie zu ermitteln, muss auch noch der Beitragssatz einbezogen werden. Der Beitragssatz wird jedoch von Versicherer zu Versicherer individuell festgelegt und hängt von den versicherten Risiken wie beispielsweise Leitungswasser, Elementarschäden, Sturm- und Hagelschäden ab. Je mehr versichert wird, umso höher ist die Versicherungsprämie.

  • – Formel für die zu zahlende Prämie: Versicherungssumme 1914 x Beitragssatz in Promille

Höhe Anpassungsfaktor – von was 2017 abhängig

Auch die Höhe des Anpassungsfaktors wird jedes Jahr aufs Neue festgelegt. Dieser Faktor setzt sich aus zwei Punkten zusammen. Und zwar hängt dieser Faktor von dem Baupreisindex ab, der im Vorjahr im Mai festgelegt wurde, und dem veröffentlichen Tariflohnindexes des Baugewerbes (bekanntgegeben im April des Vorjahres) zusammen. Zu 80 Prozent fließt der Baupreisfaktor ein und zu 20 Prozent kommt der Tariflohnindex mit ins Spiel. Der prozentuale Anstieg der beiden Faktoren fließt in die Berechnung ein.

Mehrere Faktoren für die Prämie interessant

Die Tariflöhne und Baupreise unterliegen stetig Schwankungen. Unter anderem spielt die Konjunktur der Bundesrepublik eine große Rolle. Je größer die Nachfrage nach Bauleistungen, umso höher werden die Baupreise und Tariflöhne. Diese Erhöhung tritt allerdings mit Verzögerung von bis zu zwei Jahren ein. Dann kommt noch das Zinsniveau ins Spiel. Sind Baufinanzierungen relativ kostengünstig zu haben, dann steigt auch die Nachfrage. Liegt eine starke oder wachsende Konjunktur mit einem recht schwachen Zinsniveau vor, dann steigen auch die Prämien. Verwandte Themen:

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Gebäudewert 2017 nur für Versicherungsprämie maßgebend

Viele Leute fragen sich, ob der Gebäudewert im Versicherungsvertrag etwas mit dem tatsächlichen Wert zu tun hat. Diese Summe hat nur indirekt etwas mit dem Gebäudewert zu tun. Mit dem Verkaufswert ist dieser nicht gleichzusetzen. Denn der Verkaufswert hängt von vielen weiteren Faktoren, wie der Lage, der Beschaffenheit und mehr, ab. Die Versicherung braucht die Summe nur, um zu wissen, wieviel Geld eingesetzt werden müsste, um nach einem Brand oder einem anderen Ereignis das Haus wieder aufzubauen.

Wie wirkt sich ein Widerspruch der Erhöhung aus

Versicherungsnehmer haben die Möglichkeit, einer Erhöhung der Prämie zu widersprechen. Hierfür ist ein Monat nach Zugang des Schreibens Zeit. In diesem Falle würde die Versicherungsprämie gleichbleiben. Haben Sie das vor, dann sollten Sie aber wissen, dass Ihr Gebäude nicht mehr zum gleitenden Neuwert versichert ist und somit der Unterversicherungsverzicht erlischt. Das hat dann natürlich negative Folgen, wenn dann etwas passiert. Im schlimmsten Fall können Sie dann im Schadensfall nicht genügend Geld des Versicherers für den Neubau erhalten.

2017 Faktoren anpassen und optimal abgesichert

Es ist wichtig, dass die Gebäudeversicherungen stets angepasst werden, um Hausbesitzern immer einen zuverlässigen Schutz zu bieten. Mit der jährlichen Anpassung von Baupreisindex, Lohntarifindex, Anpassungsfaktor und Neuwertfaktor wird ein Unterversicherungsverzicht gewährleistet, wodurch im Schadensfall die komplette Summe für den Wiederaufbau ausgezahlt wird. Nach unserer Ausführung ist sicher klar, was es mit dem Wert 1914 in der Versicherungspolice Ihrer Versicherung für das Gebäude auf sich hat.

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