Vermögensschadenhaftpflicht für Testamentsvollstrecker

Auch für Testamentsvollstrecker gemäß §§ 2197 ff. BGB ist die Vermögensschadenhaftpflicht ein wichtige berufliche Absicherung. Das liegt in den höheren finanziellen Risiken des Berufes begründet. So bietet eine Haftpflichtversicherung unter anderem einen Versicherungsschutz bei einem Verjähren lassen, einem ungünstigen Unterhaltsvergleich und bei anderen Fehlern oder Irrtümern. Worauf es beim Versicherungsrecht im Rahmen der Testamentsvollstreckung ankommt, klären wir nun.

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Testamentsvollstreckung gemäß §§ 2197 ff. BGB

Vermögensschadenhaftpflicht für Testamentsvollstrecker

Bei einem Testamentsvollstrecker handelt es sich grundsätzlich um eine vom Erblasser ernannte Person, die die Verfügungen des Erblassers ausführt. Es handelt sich auch um eine treuhänderische Funktion. Die gesetzlichen Regelungen und Vorschriften befinden sich in §§ 2197 ff. BGB Bürgerliches Gesetzbuch. Zu den grundlegenden Tätigkeiten zählen:

  • Die Willens-Absicherung des Erblasser in Bezug auf das Vermächtnis
  • Verwaltung sowie Vereinfachung der Teilung der Erbsachen
  • Funktion als Treuhänder beim Vermächtnis des Erblasser

Die Aufgaben werden in § 2203 BGB eingehender geregelt. Es wird eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung empfohlen, da zum Teil sehr hohe finanzielle Werte mit der Aufgabe des Testamentsvollstreckers verbunden sind. Mehr zum Thema Betriebshaftpflicht können Sie auch unter: https://www.test-analyse.de/betriebshaftpflichtversicherung-test/ nachlesen.

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Unterschied Berufshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht 2018

Es gibt zwei wesentliche Formen im Rahmen der beruflichen Haftpflichtversicherung zu unterscheiden. Eine Berufshaftpflichtversicherung sichert nicht nur Vermögensschäden ab, sondern kommt auch für Personen- und Sachschäden auf. Eine Vermögensschadenhaftpflicht bietet einen Versicherungsschutz laut Versicherungsrecht in erster Linie bei einem Vermögensschaden an. Die Haftung des Testamentsvollstreckers wird in § 2219 definiert:

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 2219 Haftung des Testamentsvollstreckers
  • „(1) Verletzt der Testamentsvollstrecker die ihm obliegenden Verpflichtungen, so ist er, wenn ihm ein Verschulden zur Last fällt, für den daraus entstehenden Schaden dem Erben und, soweit ein Vermächtnis zu vollziehen ist, auch dem Vermächtnisnehmer verantwortlich.
  • (2) Mehrere Testamentsvollstrecker, denen ein Verschulden zur Last fällt, haften als Gesamtschuldner.“

Das Erbrecht sieht die Schadensersatzansprüche beim Nachlasspfleger vor. Somit werden alle finanziellen Verantwortlichkeiten rund um den Nachlass vom Nachlasspfleger getragen. Ohne eine betriebliche Haftpflicht bedeutet das eine Haftung mit dem Privatvermögen.

Qualifikation des Testamentsvollstreckers 2018

Testamentsvollstrecker sollten bestimme Qualifikationen beim Testament vorweisen können. So sollte der Vollstrecker wesentlich jünger sein als im Vergleich dazu der Erblasser. Des Weiteren sollte die beauftragte Person keine eigenen Interessen verfolgen, geschäftliche Erfahrungen aufweisen und gesund sein. In der Regel handelt es sich um vertraute Personen wie Bekannte, Freunde als auch Familienmitglieder. Auch berufsmäßige Rechtsanwälte können die Aufgabe erfüllen. Eine Versicherung sollte eine Versicherungssumme von mindestens 100 000 Euro bieten können. Hier erfahren Sie mehr zur Berufshaftpflicht. 

Wichtige Regelungen laut BGB:

  • Testamentsvollstreckerzeugnis § 2368 Abs. 1 BGB bestätigt durch Nachlassgericht
  • § 2368 Abs. 3 BGB – Erbschein Richtigkeitsvermutung (§ 2365) und öffentlicher Glaube § 2367BGB
  • Vergütung – § 2221 BGB
  • Verwaltung des Nachlasses – § 2205 BGB
  • § 2219 Haftung des Testamentsvollstreckers
    Vereine:
  • Arbeitsgemeinschaft Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge e.V. (AGT)
  • Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge DVEV

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