Pflegeversicherung Test 2018

Inhaltsangabe

Der aktuelle Pflegeversicherung Test der Stiftung Warentest in der Ausgabe 05/2013 sieht die Tarife der DFV und der HanseMerkur auf den vorderen Plätzen. In der letzten Untersuchung konnte noch die Pflegetagegeldversicherung der Allianz Testsieger werden. Seit dem Jahre 2013 erhalten Versicherte zudem eine staatliche Förderung in Höhe von fünf Euro im Monat, wenn sie einen neuen Pflege-Bahr abschließen möchten. Der Test macht zudem deutlich, dass private Pflege immer wichtiger wird, weil der Bedarf von der gesetzlichen Versicherung nicht mehr gedeckt werden kann. Ökotest testet beste Pflegezusatztarife.

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Pflegeversicherung Test von Ökotest

Tarife ab 1 Jahr

TestrangAnbieter Tarif
Rang 01DKVPTG
Rang 01HUK CoburgPT Premium
Rang 02WürttembergischePTPU
Rang 02PAXPT Premium
Rang 02LVMPZTK
Rang 03GothaerMedi PG Plus
Rang 04DEVKPT/PA
Rang 04R+VPflege Premium (PKU)
Rang 05AXAVario 1-U, Vario 2-U, Vario 3-U, Vario 4-U, Vario 5-U
Rang 04DBVVario 1-U, Vario 2-U, Vario 3-U, Vario 4-U, Vario 5-U

Tarife ab 35 Jahre

TestrangAnbieter Tarif
Rang 01DKVKPET
Rang 01WürttembergischePTPU
Rang 02Deutsche FamilienversicherungDFV-DeutschlandPflege Komfort
Rang 02ConcordiaPT
Rang 02DKVPTG
Rang 02AllianzPZTB03
Rang 02SignalPflegeSTART
Rang 03Deutsche FamilienversicherungDFV-DeutschlandPflege Premium
Rang 03DEVKPT/PA
Rang 03Deutsche FamilienversicherungDFV-DeutschlandPflege Exklusiv

Tarife ab 65 Jahre

TestrangAnbieter Tarif
Rang 01DKVKPET
Rang 01DKVPTG
Rang 02Deutsche FamilienversicherungDFV-Deutschlandpflege Komfort
Rang 02HUK-CoburgPT Premium
Rang 02PAXPT Premium
Rang 02Bayrische Beamtenkrankenkasse / UKVPflegePRIVAT Premium Plus
Rang 02Bayrische Beamtenkrankenkasse / UKVPflegePRIVAT Premium
Rang 02SignalPflegeSTART
Rang 02LVMPZTK
Rang 02AllianzPZTB03
Rang 02WürttembergischePTPU

Zweites Pflegestärkungsgesetz 2017 und die Folgen für die Bürger

Seit 2017 ist das zweite neue Pflegestärkungsgesetz (PSG II) aktiv. Der Begriff Bedürftigkeit wird vom Gesetzgeber komplett neu definiert. So werden bei der Überprüfung die Bereiche Mobilität, Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Selbstversorgung, Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheitsbedingen (therapiebedingten) Anforderungen und Belastungen und Gestaltung des Alltagslebens uns soziale Kontakte untersucht. Bei der Berechnung der Pflegestufe werden sie neuen 6 Modele herangezogen. Erschreckender Weise gibt es nun auch 5 Pflegestufen. Ärzte waren vor den Folgen dieser Änderung. Denn es gilt aus sehr wahrscheinlich, dass viele Pflegebedürftige nicht ihren eigentlichen Status zugesprochen bekommen.

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Pflegeversicherung Test : Die Stiftung Warentest (Stand 2017)

Die Stiftung Warentest und die Experten des Fachblattes Finanztest untersuchen die Policen mit und ohne staatlicher Förderung. Grundsätzlich gibt das Institut jedoch bekannt, dass die ungeförderten Pflegeversicherungen bessere Versicherungsbedingungen für die Versicherungsnehmer bereit halten als im Vergleich dazu der staatlich geförderte Pflege-Bahr. Testsieger der Ausgabe 05/2013 wird die HanseMerkur. Dahinter folgen die Angebote der Deutschen Familienversicherung DFV als auch der Mecklenburgischen Versicherung.

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Die besten Anbieter

Pflegeversicherung Test 2017

Im aktuellen Test werden die Tarife von 24 Pflegeversicherungen eingehender untersucht. Die wohl überzeugendste private Pflegetagesgeldversicherung bietet derzeit die HanseMerkur, die auch Testsieger werden kann.

  • Platz 01: HanseMerkur im Tarif PA mit einer sehr guten Gesamtnote
  • Platz 02: DFV Deutsche Familienversicherung im Tarif PZV Familie Fit
  • Platz 03: Mecklenburgische im Tarif ProME Pflegeplus
  • Platz 04: LVM im Tarif PZT Komfort
  • Platz 05: Bayerische Beamten-KK im Tarif PflegePremium Plus
  • Platz 06: Huk-Coburg im Tarif PT Premium
  • Platz 07: UKV Pflege Premium Plus
  • Platz 08: Debeka EPC, E
  • Platz 09: Deutscher Ring Pflege Top
  • Platz 10: Pax-Familienfürsorge PT Premium
  • Platz 11: SDK Süddeutsche Krankenversicherung PS0, PS1, PS2, PS3
  • Platz 12: Signal Iduna Pflege Top
  • Platz 13: Vigo PT
  • Platz 14: R+V Versicherungen PKU
  • Platz 15: Allianz PZTB02
  • Platz 16: Concordia PT0,PT1,PT2,PT3
  • Platz 17: Axa Flex1-U, Flex2-U, Flex3-U
  • Platz 18: Münchener Verein Tarif 430, 421, 422, 423, 430B
  • Platz 19: Central CentralPflegePlus
  • Platz 20: DEVK PT, PTPlus, PA
  • Platz 21: Alte Oldenburger Pflege Flex0, Pflege Flex1, Pflege Flex2, Pflege Flex3
  • Platz 22: Provinzial Hannover PflegeFlex 0, PflegeFlex 1, PflegeFlex 2, PflegeFlex 3
  • Platz 23: Barmenia Versicherung EPM
  • Platz 24: Hallesche Olga Extra

Die Kriterien der Untersuchung

Die Experten untersuchen untersuchen die Tarife anhand von vier verschieden gesteckten Kriterien. Im Modellfall soll das beste Angebot für einen 45 Jahre alten Modellkunden gefunden werden. Der Beitrag soll 55 Euro im Monat nicht übersteigen. In das Finanztest-Qualitätsurteil fließen die Teilkriterien „Leistungsniveau bei Pflegestufe I, II und III“ mit 70 % und das „Leistungsniveau bei Pflegestufe 0 und bei Demenz“ mit 15 Prozent sowie das „weitere Vertragsbedingungen“ zu 15 % in die Gesamtnote. Der Testsieger kann in allen Kategorien mit guten bis sehr guten Bewertungen überzeugen und bietet auch in 2014 die höchsten Leistungen. Weitere Themen zur Pflegeversicherung:

Pflegetagegeldversicherung in 2017

Die Vertragsbedingungen der Testsieger werden auch auf dieser Homepage vorgestellt. Der Vertriebspartner der HanseMerkur ist unter anderem auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse DAK. Versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten sehr gute Konditionen beim aktuellen Testsieger. Das gilt auch für die Jahre 2014/2015. Die Leistungen der Pflegetagegeldversicherung umfassen folgende Extras für die Versicherungsnehmer:

  • Option auf dynamische Beitragszahlung und Verbraucher sind bei Pflegebedürftigkeit beitragsfrei mitversichert.
  • Prämien bei Pflegestufe 0 und I sind zu zahlen, eine Sonderzahlung im Versicherungsfall gibt es nicht.
  • Gemäß der gesetzlichen Vorgaben wird auf eine Wartezeit jedoch verzichtet.
  • Ein einfacher Nachweis ist im Pflegefall zumindest möglich, jedoch laut der Stiftung Warentest eingeschränkt.
  • Es gibt Hilfeleistungen auch ohne zusätzliche Kosten und die Leistungen erstrecken sich auch im Rahmen eines Aufenthaltes im Krankenhaus.

Im Pflegefall und bei Demenz gibt es im Zuge der Pflegereform auch eine bessere Versorgung innerhalb der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Seit 2013 gibt es Pflege auch mit staatlicher Förderung

Um den neu eingeführten Pflege-Bahr abschließen zu können, müssen Verbraucher bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Aber auch für die Krankenversicherungen gelten bestimmte Voraussetzungen, die sie zu erfüllen haben. Das umfasst unter anderem die Erbringung einer 10-prozentigen Leistung bereits bei einer anerkannten Pflegestufe von 0. Wer die Pflegestufe I erreicht hat, für den gibt es bereits 20 Prozent der vollen Leistung, 30 Prozent bei Stufe II und volle 100 Prozent in der III. Stufe. Dabei gilt es eine vereinfachte Gesundheitsprüfung durchzuführen.

10 Euro sind Minimum auch bei der HUK und der UKV

Versicherte haben erst eine bestimmte Summe einzuzahlen, um von der Förderung zu profitieren und vom Staat auch tatsächlich Geld zu erhalten. Wer einen Beitrag in Höhe von mindestens 10 Euro monatlich in den Pflegeschutz investiert, der erhält im Jahr 60 Euro dazu. Dabei hat der Antragsteller zum Tag des Antrages jedoch das 18. Lebensjahr erreicht zu haben und darf selbst nicht auf ein Pflege angewiesen sein. Ein frühes Eintrittsalter ist ohne empfehlenswert, da eine private Pflegezusatzversicherung in diesem Fall wesentlich günstiger ausfällt als bei einem Abschluss in späteren Jahren. Weiterhin gilt es für die privaten Pflegekassen, dass eine Risikoprüfung nicht durchgeführt werden darf. Des Weiteren sehen die Vertragsbedingungen vor, dass kein Leistungsausschluss vollzogen werden darf, es besteht Aufnahmezwang in den Versicherungsschutz.

Unterschiedliche Bewertungen für die Ideal und Debeka

Auf der Suche nach der besten Pflegeabsicherung sind sich die Prüfungsinstitute uneins über die Vorteile respektive Nachteil der Pflegebahr-Versicherung und der damit verbunden Förderung. Die Stiftung Warentest und das Analysehaus Morgen & Morgen sehen in der geförderten Pflegetagegeldversicherung schlechtere Versicherungsbedingungen als im Vergleich dazu in der ungeförderten Variante. Anders sieht es zum Beispiel der Test der Fachzeitschrift Focus Money, dass in der Förderung für die Menschen sehr gute Bedingungen sieht. Die Tests zeigen jedoch alle die Notwendigkeit zur Vorsorge im Alter. Dabei wird nicht nur der Versicherte selbst finanziell abgesichert, sondern auch die Familienangehörigen.

Gesetzliche Lücken schließen mit der AachenMünchener

Mit privaten Pflegeversicherungen können Verbraucher die gesetzlichen Lücken für sich und ihre Angehörigen schließen. Der Modellfall zeigt, dass gute Versicherer Angebote für bereits 15 Euro im Monat zu bieten haben. Auch im Alter können Verbraucher noch geförderte Pflegezusatzversicherungen abschließen und 60 Euro im Jahr vom Staat erhalten. Kinder und andere Angehörige der Familie kommen ohne einer Zusatzversicherung für die Pflegekosten ihrer Eltern auf.

Tatsächlicher Bedarf ist weitaus höher

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit bietet die gesetzliche Pflegekasse nur eine „Teilkaskoversicherung“ wie unterschiedliche Tests deutlich machen. Der tägliche Bedarf bei einer Unterbringung in einem Pflegeheim liegt bei rund 10, die gesetzliche Krankenversicherung zahlt jedoch nur etwa 50 Prozent, der Restbetrag muss mit der eigenen Rente und dem Vermögen der zu Pflegenden zu zahlen sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich ein Pflegetagegeld von mindestens 50 Euro am Tag mit dem Anbieter zu vereinbaren. Das gilt auch bei der neuen Pflegeversicherung.

Öko-Test bewertet AXA und Allianz

Auch die Zeitschrift Öko-Test untersucht die Pflegeabsicherungen der privaten Unternehmen. Für monatliche Beiträge in Höhe von 30€ bieten die Policen der Düsseldorfer Versicherung, der AXA und auch des Münchener Vereins ganz oben in der Untersuchung. Alle genannten Versicherungen bieten dem Verbraucher auch in den Jahren 2014 & 2015 eine sehr gute Vorsorge für das Alter.

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Focus Money 2014 / 2015 über die Pflege Bahr (Stand 2017)

Für die Jahre 2014 & 2015 ist auch der aktuelle Pflegeversicherung Test der Fachzeitschrift Focus Money für viele Versicherte von besonderem Interesse, die Testergebnisse unterscheiden sich jedoch von den anderen Untersuchungen wie der Gesamtnoten von Finanztest und dem Analysehaus Morgen & Morgen. In enger Kooperation mit dem Deutschen Finanz-Service-Institut DFSI werden die Policen einer genauen Prüfung unterzogen. Ganz oben dabei stehen in erster Linie die DFV Deutsche Familienversicherung als auch die Signal Iduna private Krankenversicherung sowie der Deutsche Ring. Weitere empfehlenswerte Pflegetagegeldversicherungen sind auch:

  • “PB” der Hanse Merkur Versicherungen
  • “central.pflege” der Central privaten Krankenkasse
  • “FÖRDERbar” der Halleschen Pflegezusatzversicherung
  • “PflegeBahr” der Allianz Versicherung
  • “NPV” der Nürnberger Pflegekasse
  • “DFPV” der Barmenia Krankenkasse
  • “PflegeAktiv” der Envivas gibt es lediglich für versicherte Kunden der TK Techniker Krankenkasse zu erhalten.

Weitere Informationen zum Thema private Krankenversicherung auch auf diesem Beitrag.

Auch als Altersvorsorge zu bekommen, allerdings nicht gut bewertet

Für eine gute Altersvorsorge zahlt ein Kunde rund 100 Euro monatlich. Es gibt unterschiedliche Varianten, wenn es um eine privaten Rentenversicherung geht. Auch ein Kombination aus Altersvorsorge und Pflegeversicherung, die Pflegerente, bietet eine Alternative für die Versicherten. In diesem Fall gilt es jedoch zu beachten, dass ein selbstständiger Versicherungsschutz noch immer die beste Möglichkeit zur Vorsorge ist. Das bestätigen auch die aktuellen Testberichte, die in der Pflegerente, selbst wenn die Möglichkeit zunächst gut klingen mag, noch keine gute Absicherung sehen. Pflegebedürftige Personen erhalten noch immer mit einer reinen Pflegeversicherung gut beraten. Auch hier haben Sie die Option an eine optimale Absicherung zu gelangen und ein hohes Pflegegeld zu erhalten. Weitere Informationen zur Altersvorsorge auch hier.

Checkliste zur private Pflege

Bei einer privaten Absicherung können Verbraucher auch in fortgeschrittenem recht günstige Beiträge bei einem hohen Leistungsniveau erhalten. Die Ratgeber aus dem Bereich Versicherung und Finanzen haben die Angebote rund um den Pflege-Bahr getestet und gelangen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Trotz der unterschiedlichen Auffassungen der Ratgeber ist eine private Pflegezusatzversicherung ein wichtiger Versicherungsschutz, der im Pflegefall ein festes Pflegegeld von mindestens 50 Euro bieten sollte. Das liegt vor allem darin begründet das die gesetzliche Pflegekasse in Deutschland die stetig steigenden Pflegekosten nicht mehr tragen kann.

Für viele besteht Handlungsbedarf

Der aktuelle Pflegeversicherung Test weist zwar recht unterschiedliche Testergebnisse auf, klar ist jedoch die Dringlichkeit zur privaten Pflegevorsorge. In den nächsten Jahren werden die Kosten und die Anzahl an pflegebedürftigen Menschen weiter ansteigen, der einzige Weg ist die private Absicherung. Im Test werden vor allem die HanseMerku und die DFV Deutsche Familienversicherung sehr gute bewertet. Auch hier können Sie bei Interesse die besten Pflegezusatzversicherung vergleichen.

Gesetzliche Versicherung deckt nur Bruchteil der Kosten

Beim Abschluss einer Pflegeversicherung sollte der Versicherte beachten, dass gerade für dementiell erkrankte Menschen die Kosten für die Pflege durch die Leistungen der staatlichen Pflegeversicherung nur zu einem Bruchteil gedeckt werden können. Daher raten die Ratgeber der Stiftung Warentest, sich diesbezüglich ganz genau zu informieren, bevor er einen Vertrag abschließt.

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Neue Gesetze ab 2015 – trotzdem bleibt Versorgungslücke

Zwar werden ab 1. Januar 2015 die Pflegesachleistungen sowie das Pflegetagegeld für Menschen, die in die Pflegestufe 0 eingeordnet werden, weitaus besser. Dennoch bleibt ein großer Restbetrag, denn betroffene selbst aufwenden müssen, wenn sie nicht durch eine entsprechende Pflegetagegeldversicherung abgesichert sind.

Leistungen bei Demenz bei der DFV und DEVK

Daher haben die Tester von Finanztest ein besonderes Augenmerk auf die Vertragsbedingungen und Leistungen gelegt, die Menschen mit Demenz betreffen und diese – entgegen anderen Institutionen und Verbraucherzeitschriften – in die Bewertung einfließen lassen (15%) Dennoch liegt der Hauptaugenmerk auf dem allgemeinen Leistungsniveau (70%), die weiteren Konditionen machen mit 15 Prozent den Rest der Gesamtnote aus.

Stiftung Warentest und Finanztest über die ergänzende Pflegeversicherung

Erfreulicherweise bekommen viele Tarife das Qualitätsurteil „Sehr gut“ oder „Gut“. Die Testsieger Hanse Merkur sowie die Deutsche Familienversicherung erreichen auch in anderen Tests sehr gute Ergebnisse, können also einem Vergleich anderer Testanbieter standhalten. Die Testberichte helfen nicht nur den Verbrauchern bei der Entscheidung, sondern sind auch ein Ansporn an die Versicherer, ihre Leistungen zu verbessern. Schließlich werben diese sehr gerne mit positiven Testnoten auf ihrer Homepage.

Bahr kann sich lohnen

Die Lebenserwartung steigt, es gibt immer mehr ältere Menschen und zudem werden die Kosten für die Pflege immer höher – die gesetzliche Pflegeversicherung stößt an ihre Grenzen. Deshalb wurde im Jahr 2013 die staatlich geförderte private Pflegeversicherung eingeführt. Wer zum Pflegefall wird, bekommt hier eine Mindestleistung von 600 Euro pro Monat. Zwar halten die Finanztest-Experten eine ungeförderte Pflegezusatzversicherung für sinnvoller, dennoch kann die Bahr-Police für viele Menschen eine gute Alternative sein.

Für wen der Pflege-Bahr in 2017 geeignet ist

Die geförderte Versicherung ist vor allem beliebt bei:

  1. Jungen Menschen, da für sie die Beiträge günstig und die Leistungen gut sind
  2. Personen mit Vorerkrankungen, da sie keine Gesundheitsfragen beantworten müssen
  3. Älteren Menschen ab 55 Jahre, da sie sonst oft keine Police mehr bekommen können

Focus Money überprüft ungeförderte Tarife

Neben dem Pflege-Bahr untersuchten die Tester von Focus Money auch ungeförderte Versicherungen. Die Tester stellten sich die Frage: Welcher Anbieter zahlt das höchste Pflegetagegeld und bietet neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis auch noch faire Bedingungen?

Wichtiger Ratschlag der Experten

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, untersuchte die Redaktion im Test 2014/2015 zusammen mit dem Deutschen Finanz-Service Institut aus Köln die jeweils leistungsstärksten Policen der Versicherungen. Wichtigste Empfehlung der Ratgeber: Eine gute Rentenversicherung reicht zur Deckung der Pflegekosten nicht aus. Noch weniger geeignet sind Immobilien: Bei Pflegebedürftigkeit müssten die im Haus lebenden Angehörigen wie Partner oder Kinder schlimmstenfalls ausziehen.

Private Versicherung ohne Gesundheitsprüfung

Die Experten raten daher eindeutig zur privaten Versicherung als Schutz vor den hohen Pflegekosten. Dabei unterscheiden die Experten nach zwei Modellen: Zum einen das statische Modell. Hier wird vereinbart wie viel der Versicherer in der höchsten Pflegestufe zahlt. Ausgehend davon gibt es feste Prozentsätze, die in den anderen drei Pflegestufen (0, I und II) pro Monat ausbezahlt werden.

Für wen sich statische Tarife lohnen

Wer sehr gut vorsorgen will, muss daher die Leistungen in der dritten Pflegestufen sehr hoch ansetzen, die Beiträge steigen. Besonders bei Demenz kann es hier schnell zu einer Unterversorgung kommen, warnt Focus Money. Statische Tarife eignen sich laut Versicherungsexperten vor allem für Personen, die voraussichtlich in einem Pflegeheim gepflegt werden, da die Leistungen hier angemessener die Kosten widerspiegeln.

Vergleich 2014 – Testsieger sind DKV und Hanse Merkur

Testsieger auf Platz 1:

  • DKV (Tarife: KPET und KPEK)
  • sowie Hanse Merkur (PA) mit der Note 1,0, was einem „Sehr gut“ entspricht

Platz 2:

  • Bayerische Beamtenkrankenkasse
  • und Union (Pflege Premium Plus)
  • Weitere gute Angebote: Allianz, HUK Coburg und Münchener Verein

Platz 3 mit der Testnote 2,0 geht an folgende Versicherer:

  • HUK Coburg mit dem Tarif PT Premium
  • LVM, Tarif PTZK
  • Münchener Verein mit den Tarifen 430, 421, 430 B
  • Pax mit dem Tarif PT Premium
  • Gothaer mit dem Tarif PT2
  • Allianz mit dem Tarif PZT Best
  • Württembergische mit dem Tarif PTU1
  • Deutscher Ring mit dem Tarif Pflege TOP
  • Signal mit dem Tarif Pflege TOP

Flexible Police gibt individuellen Spielraum

Die beste Wahl treffen Verbraucher laut den Experten allerdings mit einem flexiblen Tarif. Denn hier bestimmen die Versicherten selbst, welche Leistungen sie in den drei Pflegestufen erhalten wollen. Schließlich betrifft die Pflegebedürftigkeit laut Stufe 3 nur einen kleinen Teil der Menschen. Allerdings gibt es hier Obergrenzen und es ist nicht möglich, beispielsweise die zweite Stufe höher zu versichern als die Pflegestufe III. Und auch hier gilt: Umso besser der Schutz, desto höher die Beiträge.

Deutsche Familienversicherung und AXA gehören zu den besten

Die Note 1,0 und damit ein „Sehr gut“ erreichen im Vergleich 2014 die Deutsche Familienversicherung DFV und die Axa. Die Süddeutsche Krankenversicherung bekommt eine 1,5 und darf sich immerhin über den zweiten Platz freuen. Dabei wurden vier Modellfälle berechnet, jeweils für Personen im Alter von 40, 50 und 60 Jahren.

Als Orientierung nutzen

Für alle Tests gilt: Auch eine gute Note bedeutet nicht, dass die Angebote automatisch für jeden geeignet sind und die besten Leistungen für einen fairen Beitrag bieten. Denn es handelt sich immer um Modellkunden. Die Testergebnisse sind als grobe Orientierung zu verstehen, die eine erste Antwort auf die Frage geben: Welche Pflegeversicherungen sind gut?“ Um das individuell beste Angebot zu finden, führt an einem persönlichen Vergleich allerdings kein Weg vorbei.

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Vier Kriterien für die Beitragshöhe

  • Wie hoch der Beitrag ist, dies wird anhand von vier Kriterien bestimmt:
  • Welches Pflegetagegeld im Versicherungsfall monatlich gezahlt wird
  • Alter des Versicherungsnehmers bei Eintritt
  • Gesundheitszustand (Wird anhand von Gesundheitsfragen ermittelt)
  • Aktuell wird kein Unterschied mehr zwischen Männern und Frauen gemacht, da 2012 nach einem Grundsatzurteil des europäischen Gerichtshofs Unisex-Tarife eingeführt wurden (C-236/09)

Wer jung abschließt, spart viel Geld

Wer einen Vertrag in jungen Jahren abschließt, kann einiges an Beiträgen sparen und bekommt in aller Regel bessere Leistungen – das gilt vor allem für den Pflege-Bahr. Doch auch im höheren Alter lohnt sich ein Abschluss. Wer nicht versichert ist, muss sämtliche Kosten aus eigener Tasche zahlen. Pflegebedürftige, die Pflegekosten selbst nicht tragen können, belasten die eigene Familie, die verpflichtet ist, Unterhaltszahlungen zu leisten.

Hohe Pflegekosten im heim

Bei Kosten von ca. 3.500 Euro monatlich für ein Pflegeheim, kann das zur enormen finanziellen Belastung werden. Denn die deutsche gesetzliche Pflegeversicherung ist nicht als Vollkasko-Versicherung gedacht. Sie kann und soll nur eine Hilfe darstellen. Da das Thema Pflege in den Medien immer präsenter ist, boomt der Bereich der Pflegeversicherungen.

Immer mehr Menschen in Deutschland sichern sich privat ab

Allein 1.600 Pflege-Bahr-Policen werden täglich abgeschlossen. Und auch wenn die geförderten Pflegetagegeldversicherungen häufig in der Kritik stehen, so haben sie doch dazu beigetragen, die breite Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Auch wenn die Leistungen die vollständigen Kosten nicht decken, so ist es doch positiv, dass immer mehr Menschen in Deutschland sich nicht nur auf die Leistungen der Pflegekasse verlassen.

Die Morgen&Morgen Analyse

Auch das Analysehaus Morgen & Morgen veröffentlicht regelmäßig Ratings der verschiedenen Versicherungsgesellschaften. Im Fokus der Finanzexperten steht die Frage, wo Kunden die besten Leistungen erhalten. Die monatlichen Beiträge spielen für das Rating der Analysten keine Rolle. Im Test können sechs Versicherungsgesellschaften ein Fünf-Sterne-Rating und somit ein „Ausgezeichnet“ erhalten.

Empfehlungen von M & M

  • ARAG
  • Deutsche Familienversicherung
  • Ergo Direkt
  • Gothaer
  • Hallesche
  • Münchener Verein

Auch Service ist wichtig

Im Ernstfall ist es nicht nur wichtig, dass Versicherte ausreichend Pflegegeld erhalten, auch eine rasche und unbürokratische Hilfe von Seiten der Versicherung ist wichtig. Nur wer im Ersntfall schnell an sein Geld kommt, ist optimal abgesichert. Um zu ermitteln, wie gut sich die Assekuranzen im Bereich Service schlagen, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität neuzehn Anbieter geprüft.

Barmenia und Ergo Direkt bieten besten Service

In der Service-Analyse landet die Barmenia mit dem Qualitätsurteil auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von Ergo Direkt, der Envivas und der HUK-Coburg. Die SDK landet mit dem Urteil „Befriedigend“ immerhin auf dem dritten Platz. Allerdings wurden hier nur die Anfragen von Interessenten sowie die Homepages der Anbieter untersucht. Der Service nach Abschluss eines Vertrages fand keine Berücksichtigung in diesem Vergleich.

Deutscher Ring und Signal bekommen Note 1,0

In der Teilkategorie Produktanalyse gibt es folgende Testergebnisse zu vermelden:

  • Platz 01: Deutscher Ring mit 71,2 Punkten
  • Platz 01: Signal Iduna, ebenfalls mit 71,2 Punkten
  • Platz 03: UKV mit 65,7 Punkten
  • Platz 04: Allianz mit 64,8 Punkten
  • Platz 05: HUK-Coburg mit 62,1 Punkten

Pflegeversicherung Test 2017

Eine private Pflegeversicherung ist unerlässlich, wenn der Verbraucher die Kosten für die Pflege später nicht aus eigenen Mitteln zahlen will. Denn die gesetzlichen Leistungen reichen bei weitem nicht aus. Nicht nur im Pflegeversicherung Test der Stiftung Warentest überzeugen die Tarife der DFV, die HanseMerkur sowie die HUK-Coburg , sie sind auch in anderen Tests auf den vorderen Plätzen und bieten in jeder Pflegestufe ein angemessenes Pflegetagegeld. Ein individueller Vergleich hilft, das beste Angebot zu ermitteln und berücksichtigt auch persönliche Lebensumstände.

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