Pflegeversicherung Arbeitgeberanteil 2017

Die Abgaben zur Sozialversicherung sind gesetzlich vorgeschrieben. Festgelegt ist, dass die in der Krankenversicherung enthaltene Pflegeversicherung Arbeitgeberanteil und den vom Arbeitnehmer enthält. Vom 2,05 Prozent hohen Beitragssatz trägt der Arbeitgeber 1,025 Prozent. Die gesetzlichen Regeln, warum der Beitrag in Sachsen höher ist und weiteres erläutern wir im nachfolgenden Ratgeber.

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Wozu die Pflegeversicherung Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil zusammenschließt

Pflegeversicherung Arbeitgeberanteil 2017

Wie viel jemand in die Sozialversicherung einzahlen muss ist gesetzlich festgelegt. Allerdings sind die Beiträge so hoch, dass die Regierung festlegt, dass Arbeitgeber und -nehmer die Kosten teilen. Zudem für Familien ohne Kinder die Kosten noch einmal höher ausfallen. Der Arbeitnehmer zahlt den monatlichen Beitrag über sein Bruttoeinkommen, von dem ebenfalls alle anderen Sozialversicherungsbeiträge abgehen.

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Wie viel jeder Arbeitgeber in 2017 zahlen muss

Wie hoch der Beitrag ausfällt, hängt von der familiären Situation ab. So zahlen kinderlose Familien einen Beitragssatz von 2,3 Prozent, während jene mit Kindern nur 2,05 Prozent entrichten müssen. Dementsprechend zahlt der Arbeitgeber die Hälfte in Höhe von 1,15 oder 1,025 Prozent.

Spezialfall Mini-Job

Bei Mini-Jobs verhält sich die Zahlung der Beiträge etwas anders. Bei der Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung muss der Arbeitgeber einen Beitrag zur Kranken- und Rentenversicherung leisten. Der Beschäftigte ist hierdurch jedoch nicht vollständige sozialversichert.

Wann der Beitrag entfällt

In ein paar gesonderten Fällen verzichtet der Arbeitgeber auf die Übernahme des Arbeitgeberanteils. Dies kommt besonders dann zum Zug, wenn der Versicherte Mutterschafts- oder Elterngeld bezieht. Ebenso gilt dies bei der Zahlung von Krankentagegeld oder Krankengeld.

Hier trägt der Arbeitgeber die Kosten alleine

Ein besonderer Fall sind Auszubildende, deren Gehalt im Monat eine Höhe von 325 Euro nicht übersteigt. Hierbei wird der monatliche Beitragssatz nicht gesplittet, sondern der Arbeitgeber übernimmt sämtliche Beiträge für die Sozialversicherung. Ähnlich verhält es sich beim Freiwilligendienst, sofern der Arbeitnehmer nicht mehr als 325 Euro im Monat verdient.

Warum zahlen kinderlose Familien höhere Beiträge

Warum eine Familie keine Kinder hat, ist bei der Berechnung des Beitragssatzes gleichgültig. Ebenso spielt es keine Rolle, warum sich die Familie gegen ein Leben mit Kindern entschieden hat. Hierbei handelt es sich ausschließlich um eine objektive Tatsache, anhand derer die Höhe des Beitragssatzes berechnet wird.

Details zur Beitragsbemessungsgrenze

Für den Arbeitgeber gilt ebenfalls die Beachtung der Beitragsbemessungsgrenze. Diese orientiert sich anhand der wirtschaftlichen Lage und bestimmt, wie hoch der Beitrag höchstens ausfallen darf. Im Jahr 2014 liegt die Grenze bei 4050,00 Euro. Geht der Beitrag darüber hinaus, müssen sowohl Arbeitgeber als auch -nehmer die Mehrkosten nicht tragen.
Für das Jahr 2015 plant die Bundesregierung eine Erhöhung der Beiträge zur Pflegeversicherung. Die Erhöhung soll zunächst 0,3 Prozentpunkte einnehmen, bei der zweiten Erhöhung fallen noch einmal 0,2 Prozentpunkte an. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die Pflegekosten innerhalb der letzten Jahre stark gestiegen sind und der Staat somit eine größere Tragweite der Pflegeversicherung sichern möchte.

Warum in Sachsen andere Beiträge gelten

Um einem erhöhten Beitrag aus dem Weg zu gehen, verzichtete Deutschland vor ein paar Jahren auf den Buss- und Bettag. Sachsen hingegen bestand weiterhin auf die Einhaltung dieses Feiertages, weswegen das Bundesland ein anderes Verhältnis von Arbeitnehmer- und -geberanteil einhalten muss. Der Arbeitgeber zahlt in Sachsen 0,525 Prozent, der Arbeitnehmer übernimmt 1,025 Prozent des Beitrages.

Pflege-Bahr als hilfreiche Neuerung

Der Begriff Pflege-Bahr ist innerhalb der letzten Jahre immer häufiger anzutreffen. Mit dieser Neuerung hat die Bundesregierung Anfang 2013 eine Möglichkeit geschaffen, Menschen die Option zur Erweiterung der Pflegeversicherung zu bieten. Hauptsächlich profitieren hiervon Menschen, die keine private Pflegeversicherung abschließen können. Auch hierbei unterstützt der Arbeitgeber den Versicherten bei der Beitragszahlung.

Auswahl des Pflegedienstes

Kommt es zu einem Pflegefall innerhalb der Familie, müssen sich alle Mitglieder auf eine Umstellung einstellen. In erster Linie steht nicht mehr so viel Geld zu Verfügung. Denn mit jeder Pflegestufe steigt zwar auch das Leistungsniveau, aber es müssen auch höhere Eigenanteile bezahlt werden. Das wird häufig nicht berücksichtigt. In vielen Fällen kann es auch hilfreich sein, sich in die Situation des Betroffenen zu versetzten. Denn auch für diese Person ist das ein Verlust der gewohnten Eigenständigkeit. Auch ein Gespräch mit dem Pflegepersonal kann weiterhelfen.

Zuschüsse bei privater Versicherung

Jeder Arbeitnehmer hat die Wahl zwischen gesetzlicher oder privater Krankenversicherung, sofern sein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Hierzu zahlt der Arbeitgeber nur einen Zuschuss, dessen Höhe sich am regulären Beitrag orientiert. Beträgt dieser beispielsweise 400 Euro, muss der Arbeitgeber zwingend 200 Euro leisten, er hat jedoch die Wahl, freiwillig einen höheren Beitrag zu gewähren.

Kritik am Arbeitgeberanteil

Seit Einführung der Beitragszahlung gibt es ebenfalls Kritik am Konzept. Im Vordergrund stehen hierbei die erhöhten Arbeitskosten und die Minderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Daher plädieren viele Unternehmer dafür, den Arbeitgeberanteil abzuschaffen oder einzufrieren. Allerdings gehört das Prinzip der Beitragszahlung zum Gesamtkonzept der Sozialversicherung, weswegen der Gesetzgeber von einer Änderung absieht.

Es ist immer weniger Geld da

Selbst wenn Arbeitnehmer und -geber die Beiträge zur Sozialversicherung teilen, ist immer weniger Geld für die Pflege der Rentner verfügbar. Auf diesem Weg entstehen Versorgungslücken, die einem Versicherten mit Bedürftigkeit oft zum Nachteil werden. Es lohnt sich daher, eine zusätzliche Pflegeversicherung abzuschließen. Der Arbeitgeber übernimmt hierbei jedoch keinerlei Anteile.

Welche Möglichkeiten der Arbeitnehmer hat

Um sich zusätzlich abzusichern, hat der Arbeitnehmer jederzeit die Option, eine private Pflege-Zusatzversicherung abzuschließen. So kann er Versorgungslücken vorbeugen. Die regulären Versicherungen bieten hierfür unterschiedliche Tarife. Manche von ihnen sind sogar staatlich gefördert, der Arbeitgeber wird in diesem Fall zu einem kleinen Teil mehr oder weniger ersetzt. Infos zu:

Welche Tarife die Privaten anbieten

Innerhalb der privaten Pflegeversicherungen besteht häufig die Möglichkeit, sowohl Basis- als auch Premiumtarif abzuschließen. Mittels des Basistarifs steht dem Versicherten eine zusätzliche Zahlung im Bedarfsfall zur Verfügung, so dass er Versorgungslücken gut schließen kann. Die Premiumtarife hingegen ermöglichen eine etwas höhere Auszahlung und somit eine komfortablere Pflege.

Pflegetagegeldversicherungen werden staatlich unterstützt

Wer sich eine Unterstützung seitens des Staates erhofft, kann die Pflegetagegeldversicherung in Augenschein nehmen. Hier zahlt der Staat monatlich eine Versicherungsprämie von 10 Euro, den Rest übernimmt der Versicherte. Allerdings sind die ausgezahlten Gelder so gering, dass die Stiftung Warentest vom Abschluss einer solchen Versicherung eher abrät und Alternativen empfiehlt.

Investition mittels hohem Eigenkapital

Besitzt der Antragsteller ein hohes Eigenkapital, eignet sich eine private Absicherung in Form einer einmaligen Zahlung. Das Geld wird angelegt und im Bedarfsfall etappenweise ausgezahlt, so wie bei einer regulären Rentenzahlung. Ist die Vertragslaufzeit hingegen verstrichen, erhält der Versicherte sein Geld zurück. Dank dieser Versicherung bleibt der Patient stets finanziell unabhängig und vermeidet die Anhäufung von Versorgungslücken.

 Kinder müssen für Pflege 2017 aufkommen

Viele Versicherte Wissen nicht, dass die eigenen Kinder für die Pflege der Eltern aufkommen müssen. Wenn sie die Eigenanteile der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlen könne, besteht auch die Möglichkeit selbst die Pflege zu übernehmen. Doch in vielen Fällen ist das keinem Familienmitglied zuzumuten. Daher ist es besser wenn ein Pflegedienst die Behandlung übernimmt. Mit einer privaten Absicherung können die anfallenden Kosten beglichen werden.

Pflegeversicherung Arbeitgeberanteil 2017

Zum Schluss lässt sich sagen, dass der Pflegeversicherung Arbeitgeberanteil sehr hilfreich für den Versicherten ist. Denn der Arbeitnehmer bekommt vom Arbeitgeber somit auch die Chance, eine private Pflegeversicherung in 2015 abzuschließen, selbst wenn der Beitrag variiert. Auf diese Weise erhält die Krankenversicherung zusätzliche Unterstützung im Falle einer Pflegebedürftigkeit.

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