private Pflegeversicherung 1995

Vor einigen Jahren fehlte es an allen Ecken und Enden, wenn ein Mensch zum Pflegefall wurde. Daher wurde die gesetzliche Pflegeversicherung 1995 fest in die Sozialversicherung (SGB) aufgenommen. Allerdings reichen die Leistungen in der Pflege häufig nicht über das Minimum hinaus. Ausschlaggebend ist außerdem die Pflegestufe, die besagt, wie viel Pflege ein Mensch in Anspruch nehmen darf. Neben der Rentenversicherung muss der Bürger nun auch für die Pflege alleine aufkommen.

Profitieren Sie von den günstigen Online-Konditionen und erhalten eine bedarfsgerechte Absicherung, die individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. 

Was die Pflegeversicherung 1995 festgelegt hat

private Pflegeversicherung 1995

In den Grundsätzen ist festgelegt, dass sich jede Person mit Wohnsitz in Deutschland in der Pflegeversicherung angemeldet sein muss. Die Pflegeversicherung ist fest mit der Krankenkasse (Pflegekasse) verbunden und garantiert dem Versicherten, dass er bei der Einstufung in eine Pflegestufe Hilfe erhält, sofern er diese benötigt. Die monatliche Beitragszahlung erfolgt über eine gesplittete Zahlung von Arbeitnehmer und -geber.

Hier erfahren Sie alles zum Pflegeversicherung Test.

Jetzt vergleichen

Schon vorher gab es private Anbieter

Bevor sich die Bundesregierung im Jahr 1995 dazu entschloss, die soziale Pflegeversicherung einzuführen, boten bereits vorher private Versicherungsinstitute entsprechende Versicherungen an. Zuletzt waren es 16 Unternehmen, welche die private Pflegeversicherung unterstützten. In der heutigen Zeit bilden derartige Versicherungen die Grundlage für eine bessere Versorgung im Falle einer Pflegebedürftigkeit.

Notwendigkeit erkannt

Der Gesetzgeber erkannte im Jahr 1995, dass in den kommenden Jahren, die Pflege nicht mehr aufrecht zu halten ist. Der demografische Wandel ist sicherlich auch ein Grund dafür. Dank der neuzeitlichen medizinischen Versorgung, können die Menschen in den Industrieländern immer Älter werden. Doch das hatte der Gesetzgeber bei der Einführung der Sozialversicherung das nicht vorhersehen können. Damit die Bevölkerung nicht an Altersarmut leidet wurden Pflege -und Altersvorsorgen geschaffen. Sie werden vom Staat finanziell bezuschusst.

private Pflegeversicherung 1995- Voraussetzungen für den Abschluss

Abschließen kann eine Versicherung, wer das 15. Lebensjahr erreicht hat. In der Regel bleiben Kinder oder Minderjährige bis zum Beginn einer Ausbildung in der Familienversicherung mitversichert. Da jeder Mensch mit Wohnsitz in Deutschland in der Pflegeversicherung angemeldet sein muss, gelten keine weiteren Vorschriften. Der Versicherte hat jedoch die Wahl, zusätzlich eine private Versicherung abzuschließen.

Hier finden Sie Informationen zum Thema Pflege-Bahr.

Wann Leistungen erbracht werden

Die gesetzliche Pflegeversicherung unterstützt alle notwendigen Betreuungsleistungen, die ab der Anmeldung erfolgen und ist rückwirkend nicht einsetzbar. Höhere Leistungen werden nur infolge der Einstufung in einer Pflegestufe bewilligt. Verringert sich die Pflegebedürftigkeit, fallen die bislang erbrachten Leistungen weg. Bei einer Befristung muss zum gegebenen Zeitpunkt ein neuer Antrag eingereicht werden. Ebenso kann ein Beitragszuschlag erfolgen.

Alles zur AXA Pflegeversicherung hier.

Die Einstufung in Pflegestufen

Um eine bessere Klassifizierung der Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen, ist die Einstufung in eine Pflegestufe notwendig. Diese wird über den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) vorgenommen und in vier Stufen eingeteilt. Der Antragsteller kann außerdem alternativ einen unabhängigen Gutachter beauftragen, sofern dieser von der Versicherung bewilligt wird.

Wer als pflegebedürftig gilt

Als pflegebedürftig gelten die Personen, die entweder eine körperliche oder geistige Krankheit oder Behinderung aufweisen und dadurch nicht dazu in der Lage sind, ihren Alltag (Alltagskompetenz) normal zu gestalten. In den meisten Fällen genügt eine externe Hilfe, die über ein festgelegtes Pensum an Stunden dabei aushilft und dem Versicherten somit die Organisation erleichtert.

Die vier Pflegestufen

Die unterschiedlichen Pflegestufen gliedern sich wie folgt auf:

  • – Pflegestufe I: erhebliche Pflegebedürftigkeit – 90 Min./Tag – 45 Minuten Grundpflege
  • – Pflegestufe II: schwere Pflegebedürftigkeit – 180 Min./Tag – 120 Minuten Grundpflege
  • – Pflegestufe III: schwerste Pflegebedürftigkeit – 300 Min./Tag – 240 Minuten Grundpflege + nächtliche Versorgung
  • – Pflegestufe 0: Hierunter fallen Menschen mit Demenz und psychischen Behinderungen.

Spezialfall besondere Härte

Sind die für die Pflegestufe III angeordneten 300 Minuten nicht ausreichend und übersteigen das Maß an Notwendigkeit deutlich, ist eine vollstationäre Pflegeleistung empfehlenswert. Ebenso erhält der Bedürftige möglicherweise zusätzliche Pflegesachleistungen. Eine teilstationäre Unterbringung kann in der Regel den Bedarf nicht decken.

Auch die AOK bietet eine Pflegeversicherung an. Mehr Infos dazu auf diesem Beitrag.

Jeder Pflegebedürftige erhält Pflegegeld

Infolge der Einstufung in eine Pflegestufe erhält der Pflegebedürftige ein monatliches Pflegegeld. Dieses kann er zur Zahlung der anstehenden Pflege verwenden. Hierfür kann er eine selbst beschaffte Pflegeperson, beispielsweise einen Verwandten, hinzuziehen, oder einen externen Pflegedienst beauftragen und erhält, orientiert an der Pflegestufe, unterschiedlich hohe Leistungssätze.

Jetzt vergleichen

Leistungshöhe bei selbst beschafften Pflegepersonen

Beauftragt der Hilfsbedürftige selbst eine Pflegeperson oder Pflegehilfsmittel, erhält er seit dem 1. Januar 2013 zwischen 120 und 700 Euro Pflegegeld. Das erhöhte Pflegegeld gewährleistet eine hauswirtschaftliche Grundpflege (Behandlungspflege). Um die Geldleistung dauerhaft zu erhalten, beraumt die Pflegeversicherung regelmäßige Qualitätssicherungsbesuche an, um zu kontrollieren, dass die Pflege sichergestellt ist.

Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes

Bezieht der Betroffene die Pflege von einem ambulanten Pflegedienst, erhält er, je nach Pflegestufe, Leistungen in Höhe zwischen 450 und 1550 Euro. In Härtefällen ist die Auszahlung von 1918 Euro möglich. Übersteigen die Pflegekosten die monatlichen Zahlungen, kann der Betroffene die Mehrkosten über eine haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuer geltend machen.

Wenn der Patient ins Pflegeheim muss

Ist eine häusliche Pflege nicht mehr möglich, zieht der Betroffene oft in ein entsprechendes Pflegeheim. Auch in diesem Fall stehen ihm Leistungen zu. Je nach Pflegestufe erhält der Patient dann zwischen 1023 und 1918 Euro. Ebenfalls kann er die „Hilfe zur Pflege“ beantragen, sofern das Einkommen oder die Rente zur Tilgung der monatlichen Kosten nicht ausreichen.

Die Verwandtschaft zahlt oft

Übersteigen die monatlichen Kosten die eigenen Finanzen, kommt es oft zu einem Fall, der für die Betroffenen äußerst unangenehm wird: Die lebenden Verwandten werden zur Kasse gebeten und müssen den Patienten bezüglich der Kostenübernahme unterstützen. Es entstehen Versorgungslücken und der Pflegebedürftige verliert oftmals seine finanzielle Unabhängigkeit.

Hier greifen private Pflegeversicherungen

Da der letzte Fall relativ oft eintrifft, schließen viele Menschen im Laufe ihres Lebens eine private Pflegeversicherung ab. Da es sich immer häufiger abzeichnet, dass das Geld aus der Pflegekasse nicht ausreicht, ist dieser Schritt sehr empfehlenswert. Auf diese Weise lassen sich Versorgungslücken verhindern und der Patient behält seine finanzielle Unabhängigkeit.

Unterschiedliche Varianten

Je nach Tarif und Anbieter variieren die Leistungsspektren der privaten Pflegeversicherungen stark. Der Versicherte kann sowohl monatliche Beiträge zahlen als auch größere Geldbeträge investieren, um sich eine spätere Zusatzrente zu sichern. Diese kann er für die Pflege anwenden und geht somit finanziellen Schwierigkeiten aus dem Weg.

Leistungsspektren der Versicherungen

Das Leistungsspektrum vieler privater Pflegeversicherungen ermöglicht eine größere Leistungsgrundlage als das der gesetzlichen Versicherung. Die Pflegedienste können sich oft mehr Zeit für den Patienten nehmen und leisten somit eine Hilfe, die über die Grundversorgung hinaus geht. Auf diese Weise sind viele Patienten auch als Pflegefall bestens versorgt.

Schon geringe Beitragszahlungen möglich

Die monatliche Versicherungsprämie muss beim Abschluss einer solchen Versicherung nicht immer unerschwinglich sein. Je nach Tarif zahlt der Versicherte nur etwas mehr als 10 Euro und erhält bei Notwendigkeit eine gute Stütze. Außerdem werden viele private Pflegeversicherungen vom Staat gefördert, indem dieser einen Teil der Versicherungsprämie übernimmt.

private Pflegeversicherung 1995

Als die Pflegeversicherung 1995 zur Sozialversicherung im SGB gezählt wurde, haben viele nicht damit gerechnet, dass die ausgezahlten Beträge häufig nicht zur geregelten Pflege ausreichen. Durch die Einstufung in eine Pflegestufe erhält der Betroffene zwar grundsätzliche Leistungen, für gesonderte Zusatzleistungen reicht dies jedoch oftmals nicht aus, so dass der Abschluss einer privaten Versicherung als lohnenswert erweist.

Jetzt vergleichen