Barmenia Pflegeversicherung Test

Die Barmenia gehört seit 2013 zu den ersten zwei Versicherungsgesellschaften, welche die neue staatlich geförderte Pflegeversicherung, auch „Pflege-Bahr“ genannt, anbieten. Ein Kunde, der 50 Jahre alt ist, zahlt im Monat für die Zusatzversicherung 24,78 Euro und bekommt im Versicherungsfall Leistungen von bis zu 600 Euro (bei Pflegestufe 3). Die Stiftung Warentest ermittelt im Test, für wen sich die Versicherung lohnt – und wer lieber einen anderen Tarif wählen sollte.

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Update Awards und Auszeichnungen 2018 für die Barmenia

In 2017 und 2018 wurde die Barmenia mit sehr vielen Awards und Auszeichnungen versehen. So hat die Zeitschrift „Die Welt“ die Barmenia zum „Service Champion 2016“ ernannt. Bei den Zusatzversicherungen für Staionären Aufenthalt, erhält der Tarif der Barmenia beim Morgen & Morgen Rating das Prädikat „Ausgezeichnet“ (*****). Ökotest hat bei Reiserücktrittversicherungen den Versicherungsschutz für Familien der Barmenia besonders gelobt. Sie konnte hier unter anderem den ersten Rang belegen und ist damit Testsieger. In 2015 wurde die Pflegeversicherung mit staatlichen Zulagen der Barmenia von ntv und Disq ( Deutsches Institut für Service-Qualität) untersucht. Auch hier erhielt der Pflegetarif die Testbewertung „Sehr Gut“ .

Barmenia Pflegeversicherung Test 2017- Prinzip nach Daniel Bahr

Barmenia Pflegeversicherung Test 2017

Im Test 2014 von Finanztest – den Versicherungsexperten der Stiftung Warentest – wurde die geförderte ergänzende Pflegezusatzversicherung (kurz: GEPV) getestet. Diese ist nach dem damaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr auch unter dem Namen „Pflege-Bahr“ bekannt. Untersucht wurden Preise sowie Leistungen der Huk-Coburg und der Barmenia, da dies zum Testzeitpunkt die einzigen Anbieter dieser Tarife auf dem Markt waren.

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Vergleich deckt Lücken auf

Die Finanztest-Experten kritisieren vor allem eines an der staatlich bezuschussten Pflegetagegeldversicherung. Die Leistungen im Versicherungsfall reichten nicht aus, um die Kosten der Pflege vollständig abzudecken. Der Verband der privaten Krankenversicherung hält dagegen, dass der Pflege-Bahr eine vollwertige Absicherung darstelle, besonders wenn der Vertrag in jungen Jahren abgeschlossen wird.

1995 wurde Pflegeversicherung in Sozialversicherung aufgenommen

Im Jahr 1995 wurde die gesetzliche Pflegeversicherung in die Sozialversicherung aufgenommen. Die damalige Regierung erkannte, dass die Pflege der älteren Bevölkerung immer wichtiger wird. Sie ging damals davon aus, dass so der gesamte Pflegebedarf komplett gedeckt werden kann. Doch heut Wissen wir, dass dies nicht möglich war. Nun unterstützt der Staat massiv die private Vorsorge. Das wird nicht nur im Bereich der Pflege sonder auch bei der Rente deutlich. Es bleibt abzuwarten, in wie weit noch die gesetzlichen Absicherungen ihre Funktion aufrecht halten können. Um kein Risiko für sich und seine Kinder einzugehen, sollte jeder Verbraucher mal über eine private Pflegeversicherung nachdenken.

Rechenbeispiel im Test 2017

  • Beitrag pro Monat: 15,00 Euro
  • Leistungen bei Pflegestufe 0: 82,87 Euro
  • Pflegestufe I: 248,62 Euro
  • Pflegestufe II: 497,23 Euro
  • Pflegestufe III: 828,72 Euro

Kosten steigen mit dem Alter

Der Tarif gilt bei einem Eintrittsalter von 30 Jahren. Der vergleich von Finanztest zeigt: Wer später einsteigt, muss höhere Beiträge für die private Zusatzversicherung zahlen und bekommt weniger Leistungen. Bei einem 50 jährigen liegt der Beitrag bei 24,78 Euro, der Maximum der Tarifleistungen beträgt hingegen mit 600 Euro (in der dritten Pflegestufe) deutlich weniger als für Versicherte, die im Alter von 30 in den Pflege-Bahr einsteigen.

Bedingungen beim Antrag

Im Schnelltest von Finanztest wurde, da nur zwei Anbieter getestet wurden, kein Testsieger ernannt. Dennoch hat die Barmenia einen leichten Vorsprung, wie die Tester feststellen. Denn normalerweise liegt zwischen Vertragsabschluss und Leistungserbringung eine Wartezeit von mindestens fünf Jahren. Bei der Barmenia entfällt dieser jedoch, wenn das Pflegetagegeld aufgrund eines Unfalls ausgezahlt werden soll.

Geförderte Pflegeversicherung empfehlenswert

Auch wenn die Leistung von den Experten kritisiert wird, gibt es dennoch Personengruppen, für die sich die Barmenia Pflegeversicherung im Test als empfehlenswert herausstellt. Denn die geförderte Pflegezusatzversicherung steht jedem offen. Die Versicherer dürfen niemanden ablehnen. Auch Personen die ein hohes Pflegerisiko aufweisen, kommen so an die wichtige Zusatzpolice.

Für wen sich lohnt sich die Police

  • Chronisch Kranke
  • Personen mit Vorerkrankungen
  • Ältere Personen

Ohne Gesundheitsprüfung

Da niemand abgelehnt werden darf und auch keine Risikozuschläge erlaubt sind, entfällt beim
geförderten Pflegetagegeldtarif auch die Gesundheitsprüfung, wie sie beispielsweise auch für die Private Krankenversicherung üblich ist. Auch Leistungsausschlüsse sind übrigens unzulässig. Daher bemisst sich der Beitrag einzig und allein nach folgenden zwei Kriterien:

  1. Alter bei Eintritt in den Pflege-Bahr
  2. Höhe der Leistungen bei Pflegebedürftigkeit

Über 1000 Anträge pro Tag

Trotz aller Kritik erfreut sich die Pflegeversicherung mit staatlicher Förderung in Deutschland großer Beliebtheit. Wenige Monate nach dem Markstart wurden bereits 125.000 Policen abgeschlossen. Etwa 1000 neue kommen pro Tag hinzu, berichtet das Handelsblatt. Da die private Zusatzversicherung im Pflegefall nicht alle Kosten abdeckt, entsteht aber eine Lücke, die mithilfe der Rente geschlossen werden muss. Daher sollte der Bahr-Tarif nur in Kombination mit einer ausreichenden Altersvorsorge abgeschlossen werden, raten Experten.

Focus Money bewertet mit Note „Gut“

Auch die Experten von Focus Money untersuchten die staatlich geförderten Pflege-Bahr-Tarife: Der Test erfolgte anhand von Versicherten im Alter von 18, 30, 40, 50 sowie 60 Jahren. Hier landete die Barmenia im Pflegeversicherung Test auf Platz 2 mit einer Bewertung von 1,5 (Testnote: Gut). Platz 1 teilen sich drei Assekuranzen, die mit einer glatten 1,0 zum Testsieger werden.

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Die Testsieger 2017 im Vergleich

  • DFV
  • Deutscher Ring
  • Signal Iduna

Gesetzgeber definiert Mindestanforderngen

Da es sich beim Pflege-Bahr um einen geförderten Tarif handelt, können die Versicherungsgesellschaften die Tarifbedingungen nicht frei gestalten. In der folgenden Übersicht finden sich die wichtigsten Informationen zu den Mindestanforderungen für Pflege-Bahr-Tarife, die erfüllt werden müssen, damit die staatliche Förderung gewährt wird. Die Definition gilt für jede Versicherungsgesellschaft gleichermaßen und bildet auch den Maßstab für den Tarif der Barmenia. Erfahren Sie auch alles zu:

Was im Falle der Hilfebedürftigkeit mit dem Vertrag geschieht

Zudem ist vorgeschrieben, dass jedem Kunden die Möglichkeit eingeräumt werden muss, den Vertrag bis zu drei Jahren ruhen zu lassen. Dies ist wichtig, wenn der Versicherte zum Beispiel arbeitslos wird und sich die Beiträge nicht mehr leisten kann. Die Altersrückstellungen bleiben in diesem Fall erhalten.

Mindestleistungen sind auch bei Barmenia und Co. vorgeschrieben

Im Falle der Pflegebedürftigkeit er erhalten Versicherte die vorher vertraglich vereinbarten Leistungen, nach denen sich auch der Beitragssatz bemisst. Für jede der vier Pflegestufen ist ein genauer Betrag definiert. Der Gesetzgeber hat bestimmte Mindestleistungen festgesetzt finden, die im folgenden Überblick aufgelistet sind.

Kinder können haftbar gemacht werden

Laut dem Gesetzt ist es möglich, dass Kinder für die Pflege der Eltern aufkommen müssen. Das bringt die Familie vor ungeahnte Probleme. Wenn der Betroffene die Eigenanteile für die Betreuung nicht aufbringen kann, werden die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kinder untersucht. In einigen Fällen müssen dann die Kinder entweder die Eigenanteile übernehmen oder selbst die Pflege übernehmen. Das ist jedoch keinem zuzumuten. Eine private Police übernimmt die Eigenanteile der gesetzlichen Krankenkasse und leistet bei Bedarf noch mehr.

Das muss die Versicherung mindestens leisten

  • Pflegestufe 0 (10 Prozent): mindestens 60 Euro
  • Pflegestufe I (20 Prozent): 120 Euro
  • Pflegestufe II (30 Prozent): 180 Euro
  • Pflegestufe III (100 Prozent): 600 Euro

Junge Kunden bekommen mehr als den Mindestsatz

Wie der Vergleich mit einem Modellkunden im Alter von 30 Jahren zeigt, würde der Versicherte bei der Barmenia beim Mindestbeitrag von 15,00 Euro bereits wesentlich höhere Leistungen von der Versicherung bekommen. Damit ein 50 jähriger im Leistungsfall auf die Mindestwerte kommt, muss er der Versicherung monatlich allerdings mit monatlich 24,78 Euro (abzüglich staatlicher Zulage) etwas mehr überweisen.

Stiftung Warentest – Ungeförderte Policen schneiden besser ab

Da die Policen nach Meinung der Tester zu niedrige Leistungen aufweisen, um die Pflegekosten im Leistungsfall zu decken, rät die Stiftung Warentest im Vergleich 2013 zum Abschluss der ungeförderten Tarife. Da sich 2014 beim Pflege-Bahr noch nicht viel geändert hat, ist die Empfehlung auch 2014 noch höchst aktuell. Im Check von Finanztest der klassischen Pflegezusatzversicherung, schaffte es die Barmenia mit einer 3,2 nur ins Mittelfeld. Besonders das Leistungsniveau bei Demenz bemängelten die Experten.

Barmenia Pflegeversicherung Test 2017 der Gesundheitsfragen

Die Barmenia bietet bei der Pflegeversicherung mit staatlicher Förderung im Vergleich mit den Anbietern ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer jung ist, zahlt aber über die Jahre womöglich mehr ein als er im Versicherungsfall an Leistungen bekommt – obwohl der Mindestbeitrag bei günstigen 15 Euro liegt. Die Stiftung Warentest empfiehlt den Pflege-Bahr daher vor allem älteren oder chronisch erkrankten Menschen. Denn je nach Pflegestufe erhält der Antragsteller unterschiedlich hohe Unterstützung. Wer sich für den Tarif entscheidet, trifft mit der Barmenia eine gute Wahl. Im Focus Money Vergleich landet der Versicherer auf einem guten 2. Platz.

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Kontakt

Barmenia-Allee 1
42119 Wuppertal
Telefon: 0202 438-00
Fax: 0202 438-2846
E-Mail: info@barmenia.de